Jude oder Judist?

Tapfer im Nirgendwo

Im letzten Monat forderte der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius von der SPD eine schärfere Trennung zwischen Islam und Islamismus. „Diese Begriffe haben nichts gemein als die ersten beiden Silben“, sagte Pistorius. „Kein Mensch käme auf die Idee, so etwas wegen einiger gewaltbereiter orthodoxer Juden vor einer Synagoge zu tun.“

Ach so, klar Boris, die bekannten orthodoxen Juden in Deutschland, diese gefährlichen Judisten, die mit dem Judentum natürlich nichts gemein haben bis auf die erste Silbe, und die dennoch im Namen der Tora überall in Deutschland, Europa und der ganzen Welt Anschläge verüben.

Lieber Boris Pistorius,

können Sie mir bitte den Gefallen tun und mir sagen, wo diese Judisten ihr Unwesen treiben sollen? Ich kann Sie schlicht nicht finden.

Wo in Deutschland sind Judisten, die auf Polizisten einstechen, wie es ein Islamist in Bonn tat?

Wo in Deutschland sind Judisten, die Steine auf Andersgläubige werfen, wie es junge Islamisten in…

View original post 440 more words

Advertisements

One response to “Jude oder Judist?

  1. Hurra, wir kippapitulieren !

    Ende August 2012 wurde ganz in der Nähe des Hauses, in dem ich wohne (in Berlin-Friedenau) ein Rabbi von einer Horde Rabauken zusammengeschlagen und schwer verletzt, seine kleine Tochter wurde bespuckt, beschimpft und bedroht. Der Fall – nicht der erste seiner Art in diesem unserem Lande (ich rede nur von der “neueren” Zeit) – ging durch die Medien und rief naturgemäß ein heftiges Echo hervor. Unter anderem waren Stimmen zu vernehmen, die den Juden rieten, auf jüdische Accessoires (Kippa, Schläfenlocken, Davidstern…) zu verzichten, wenn sie sich in die Öffentlichkeit begeben.

    Dies gab mir den Anstoß zu folgendem Gedicht, das ich hier veröffentlichen möchte – selbstverständlich mit dem Warnhinweis: Vorsicht! Sarkasmus!

    HURRA, WIR KIPPAPITULIEREN !

    Man hält’s wirklich nicht für möglich,
    und doch ist es leider wahr:
    Bist du Jude, schwebst du täglich
    hierzulande in Gefahr!
    Kriegst das Nasenbein gebrochen,
    wirst wie’n Ferkel abgestochen
    und trotz alledem sagst Du:
    „Ich bin Jud’ und steh dazu!“

    Aber lasst Euch doch mal fragen:
    Weshalb seht Ihr Euch nicht vor?
    Wieso müsst Ihr Kippa tragen?
    Schläfenlocken dicht am Ohr?
    Noch dazu den Davidstern –
    den sieht mancher gar nicht gern!
    Faust geballt, kalt knallt Gewalt –
    Kopf aufs Straßenpflaster prallt…

    Dass dies heut in diesem Lande
    wieder vorkommt dort und hier:
    DAS IST EINE RIESENSCHANDE !
    Aber schuld dran seid auch Ihr!
    Ja – durch Euren Auftritt immer
    macht Ihr Juden es noch schlimmer!
    Wer als Jud’ Dich nicht erkennt,
    Dich kaum jemals „Saujud“ nennt…

    Deshalb möchte ich Euch warnen
    (wenn Ihr dieses mir erlaubt):
    Ihr müsst Euch als Gojim tarnen!
    Kippa ab! Und überhaupt
    seid Ihr Burschen ohne Vorhaut
    allzu gerne reichlich vorlaut.
    Und kein Wunder ist’s bestimmt,
    dass man Euch dies übelnimmt…

    Das fängt – will ich mal so sagen –
    schon im Kindergarten an.
    Schwierig ist es zu ertragen,
    wenn’s wen gibt, der’s besser kann.
    Wenn Sally Goldblum triumphiert,
    wo Mehmet Öztürk sich blamiert,
    dann macht ungehemmt sich breit
    dumpfer Hass, genährt durch Neid.

    Also zieht daraus die Lehre
    und seid ständig auf der Hut:
    damit keiner sich beschwere,
    tarn’ als Döskopp sich der Jud’!
    Eure Klugheit – mal ganz ehrlich –
    ist für viele brandgefährlich.
    Nehmt mir diesen Rat nicht krumm:
    Liebe Juden, stellt Euch dumm!

    Um auf Dauer zu verhindern,
    dass man Euch hasst, tritt und schlägt,
    impft es ein auch Euren Kindern,
    wie als Jud’ man sich beträgt.
    Selbstbewusstsein? Nebbich: Demut!
    Optimismus? Ach was: Wehmut!
    Und tief wird der Blick gesenkt,
    wenn an Israel man denkt…

    Wird das nächste Mal verkündet,
    dass ein frommer Muselmann
    seinen Sprengstoffgurt gezündet,
    zwanzig Juden mitnahm – dann
    dürft Ihr dieses zwar bedauern,
    solltet jedoch nicht groß trauern,
    müsst in Sack und Asche geh’n
    und den frommen Mann versteh’n…

    Wenn fortan statt Geistesblitzen
    Ihr nur trübe Funken schlagt
    und Euch fragt: „Was soll das nützen?“
    sei Euch eines klar gesagt:
    Sich in Bescheidenheit zu üben,
    bewirkt noch nicht, dass sie Euch lieben,
    doch dient’s im Notfall eben
    vielleicht dem Überleben…

    (17.9.2012)

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s